Der Eingang zu Troja II. Turm von Westen, von Norden, Schnitt durch den Turm, Stadtmauer nach dem Umbau. Der Schatz war im Turm eingemauert und zwar genau dort wo später die Stadtmauer verlief.
Dass die Phase Troja II ziemlich kriegerisch war, legen die Ausgrabungen der Burgmauer nahe. Immer wieder einmal wurde der Eingang verlegt. Und an der Südwestecke wurde anscheinend dauernd umgebaut. Der Mauerverlauf geändert. Ecken abgerundet.
Als der Eingang an dieser Südwestecke lag, war das Tor gerade so breit, dass ein Einzelner durchpasste, aber nicht zwei Leute gleichzeitig. Das Tor war genaugenommen ein gemauertes Tunnel. Mehrere Meter musste man durch diesen engen Schlauch. In diesem Tunnel wurde auch das Gold eingemauert, das bald viertausend Jahre später als „Schatz des Priamos“ von Heinrich Schliemann gefunden worden ist.
Als dann der Eingang an eine andere Stelle verlegt worden ist, wurden Teile des Tunnels abgetragen, andere zugemauert. Dass man nicht schon damals bei den Umbauarbeiten diesen Schatz entdeckt hatte, war eine Frage von wenigen Zentimetern. Hätte man eine Steinreihe mehr abgetragen, hätte man ihn gefunden. Das war aber nicht das einzige Mal. Der Mauerverlauf wurde geändert und dabei eine Ecke gerundet. Auch hier waren es nur Zentimeter.
Gut dass keiner der Leute, die damals an den Umbauten beteiligt waren, je davon erfahren hat. Sie haben sich wenigstens nicht geärgert ...